Mascara Hacks: 5 Tipps für lange, voluminöse Wimpern

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Der perfekte Augenaufschlag

Träumt nicht jede Frau von langen, geschwungen, vollen und voluminösen Wimpern? Der wache Blick den schwarze Wimpern zaubern lässt uns frisch, ausgeschlafen und offen erscheinen. Sind die Augen ausdrucksstark, fallen kleine Unreinheiten gar nicht mehr auf! Über die Jahre habe ich unzählige Mascara mit den wildesten Bürstchen jeglicher Preisklasse getestet – immer in der Hoffnung, dass sie endlich das (für mich) perfekte Ergebnis erzielen. Aber ich habe auch die Tipps und Tricks der großen Make-up Artisten (Lisa Eldridge, Wayne Goss, Mary Greenwell, Charlotte Tilbury…) angewandt und freudig festgestellt: sie haben Recht. 

Es kommt nicht unbedingt auf die Mascara und ihr Bürstchen an, sondern vor allem auf die kleinen „Kniffe“ drum herum!

Klar gibt es Unterschiede zwischen Gummibürstchen und den klassischen „Bürstchen“-Bürstchen! Aber es gibt eigentlich nur drei Hauptentscheidungen zu treffen.

  1. Art des Bürstchens: Gummi oder „Bürstchen“
  2. grundlegende Form des Bürstchen (lasst hier erstmal die „Special Effects“ außer Acht):  gerade, geschwungen, spitz zulaufend oder in sich gewunden
  3. KONSISTENZ! feucht, trocken oder sehr trocken

Meine Mascara-Wahl steht und fällt mit der Konsistenz! Form und Art des Bürstchens wecken meine Neugier (wie ihr wisst :P ), aber einer trockenen Konsistenz bleibe ich treu! Trocken, nicht ausgetrocknet, sondern einfach nur „nicht feucht“. Dass trennt meine Wimpern am besten. Wasserfeste Formulierungen sind an sich eher trocken und halten auch den Schwung besser! (Feuchte Mascaras kleben mir die Wimpern immer zusammen und schmieren mir zu sehr.) Dann wähle ich meine Mascara eigentlich nach dem gewünschten Ergebnis zum jeweiligen AMU. Bürstchen-Bürstchen für den voluminösen Feder-Look oder Gummibürstchen für die ultimative Trennung und Länge. Die Form ist mir weitestgehend egal, so lang das Bürstchen nicht zu groß und buschig ist (essence I <3 extreme und ich? No Way!)

Um aber aus jeder Wimperntusche das Maximum raus zu holen, wende ich verschiedene Tricks an. Jeden Tag!

MASCARA HACK 1: BÜRSTCHEN ABWISCHEN

Mascara Hack 1 Bürstchen abwischen

„Abwischen? Dann ist ja nichts mehr dran!“ – OH! Noch genug sogar!! Ich habe immer, wirklich immer meine in Kleien Quadrate geschnittenen Ebelin Einmalwaschlappen (mehr dazu hier) oder ein Zewa am Schminktisch, sobald Mascara auf die Wimpern kommt! Schnell das gesamte Bürstchen drüber rollen und den Überschuss an der Spitze auch abstreichen macht für mich einen enormen Unterschied! Ihr bekommt dünnere Schichten Mascara, wodurch euch zum einen die Wimpern nicht zusammenkleben (Trennung Hallo!), zum anderen verhindert ihr Klumpen und könnt so eine Vielzahl an Schichten auftragen um diese langen, voluminösen Wimpern ohne Fliegenbeine zu zaubern.

MASCARA HACK 2: SPIEGEL DRUNTER oder WIMPERN AUSFÄCHERN

Mascara Hack 2 Spiegel drunter

Dass ihr beim Tuschen eurer Wimpern den Spiegel am besten unter eure Nase haltet und mit den Augen nach unten in den Spiegel schaut während das Mascarabürstchen nach oben gewackelt wird ist sicherlich kein Geheimnis. (Wer den Trick noch nicht kennt: so verhindert ihr die Mascara-Kleckse am Augenlid!).

Mascara Hack 2 Wayne Goss Trick

Wer damit nicht so gut klar kommt kann seine Wimpern in Wayne Goss Manier Auffächern -ein kleiner Trick den er seit Ewigkeiten anwendet, mir aber erst vor kurzem während seiner Mascara Serie bewusst aufgefallen ist! Beispiel am rechten Auge eines Rechtshänders: ihr haltet also das Bürstchen in der rechten Hand um eurer rechtes Auge zu tuschen, schaut geradeaus in euren Spiegel und nehmt den Zeigefinger eurer linken Hand, platziert ihn zwischen rechter Augenbraue und rechter Lidfalte und zieht ihn leicht nach oben. Und tadaa, eure Wimpern stehen schon aufgereiht voneinander ab und ihr könnt jede einzelne Wimper erreichen ohne Mascara-Kleckse (wenn, dann malt man sich den Finger an :P) oder Spiegel-Verrenkungen. Hier auch in Action.

MASCARA HACK 3: WIGGLE, ZICK-ZACK oder HIN-UND-HER-WACKELN

Von englischsprachigen Make-up Artisten bekannt unter „wiggle the wand from the roots of your lasches upwards“, solltet ihr für diesem Mascara Hack nichts anderes tun als euer Bürstchen vom Wimpernkranz in Zick-Zack Bewegungen zu den Wimpernspitzen zu bringen. Kennt ihr? Wahrscheinlich. Macht ihr es? Wahrscheinlich nicht ;) Denn, obwohl ich diese Tricks wirklich alle anzuwenden, so kommt dieser Wimpern-Trenner-Trick meist zu kurz. Zu schnell „vergisst“ man es und zieht sich das Bürstchen lieber in schnellen Bewegungen vom Wimpernkranz zu den Spitzen. Achtet man aber darauf, wirklich hin und her zu wackeln, macht es doch so einen großen Unterschied! Ich mache diesen „Move“ aber nur in ganz kleine Zick-Zack Bewegungen, wenn ich zu große aushole kleben mir die Wimpern zusammen, da müsst ihr einfach mal ein bisschen für euch rumexperimentieren ;)

MASCARA HACK 4: ERSTE SCHICHT WASSERFEST, DANN SCHICHTEN UND KOMBINIEREN

Kurz und knapp: wasserfeste Mascara halten den Schwung den ganzen Tag und verhindern Panda-Augen weitestgehend (Verschmieren der Mascara, wenn sie dann unters Auge rutscht). Die erste Schicht muss wirklich nicht dick sein, es reicht der minimalste „Coat“. Stellt euch vor eure Mascara ist leer, genau diese winzig dünne Schicht, die sie noch auf die Wimpern bringt, reicht sogar! Deswegen auch der Bürstchen-Abwisch-Hack ;)

Mascara Hack 4 erst wasserfeste Mascara, dann schichten und kombinieren

Nach der schwunghaltenden, wasserfesten Mascara-Schicht wird nun Volumen oder Länge aufgebaut. Oder beides ;) Packt so viele Schichten drauf wie ihr mögt (ich mache manchmal 10! – OH OH!). Essentiell ist hier der Mascara Hack 1 – denn ihr bekommt ein so schön gefächertes, voluminöses Ergebnis von langen, schwarzen Wimpern, wenn jede Schicht minimal und hauchdünn ist! Sonst klumpt´s! Für die verschiedenen Schichten nehme ich auch unterschiedliche Mascara für den jeweiligen Effekt, den sie bringen – ich Fuchs hihi! Ich habe sogar eine Mascara, die ich NUR und wirklich ausschließlich nur nutze, um beim fertigen „Projekt“ die Wimpernspitzen nochmals zu tuschen, damit diese auch „genügend“ betont sind… ja, ich treibe es sicherlich auf di „Spitze“ damit (Achtung, Wortwitz :D), aber soll ich die Wimperntusche wegschmeißen, nur weil ich sie für den normalen Gebrauch doof finde? NEIIIN :D

MASCARA HACK 5: WIMPERN BIEGEN

Mascara Hack 6 Wimpern biegen

Dass ihr VOR der ganzen Mascara Auftrag Prozedur eine Wimpernzange benutzen könnt, um eure sperrigen Biester auch in die gewünschte Form zu zwingen biegen ist wohl bekannt. (Bei mir gibt es keinen Tag ohne das „Foltergerät“). Ich verstärke den Effekt aber auch gerne noch mal nach dem Tuschen. Da eine Wimpernzange aber den Tod beduetet für getuschte Wimpern (sie brechen ab und dann nützen euch auch diese Tricks nichts mehr), nutze ich meine Finger. Bevor die Mascara also vollkommen durchgetrocknet ist nehme ich einfach meine beiden Zeigefinger und lege sie sanft zwischen meine untere und obere Wasserlinie und klimper meine Äuglein zusammen. Oder ich biege sie direkt mit den Fingerspitzen sanft in die entsprechende Richtung.

Habt ihr „Kniffe“, die ihr empfehlen könnt? Ich teste alles hihi!
Lasst mir doch einen Kommentar da, wenn ihr die Mascara Hacks auch mal ausprobiert habt! Sehr ihr einen Unterschied?

Oh und verzeiht mir meine „Foto-Skills“ :D War das erste Mal, dass ich mich selber in solchen Nahaufnahmen geknipst habe… ist schwieriger als ich dachte! Aber Übung macht den Meister, oder wie war das? ;)

EDIT: auf Wunsch gibt es hier einen Foto-Nachtrag, um euch das Ergebnis dieser Hacks mal ein wenig zu präsentieren. Ich habe die Fotos  lediglich zusammengefügt und nicht bearbeitet, damit ihr das „tatsächliche Ergebnis“ auch sehen könnt wie es nunmal ist ;)
Ohne die ganzen Schritte habe ich störrige, gerade, nach untern zeigende Wimpern ohne Schwung…und viele Wimpern habe ich auch nicht.
Für mich sind sie nun definitiv geschwungen und wirken auch länger und verdichtet :)
Mascara Hack Edit Ergebnis

9 Kommentare
  1. Hanna
    Hanna says:

    Oh Wow!<3 Als ich deinen Post gesehen habe, dachte ich nur Wow!<3 Mir gefällt nicht nur das Thema sondern auch deine Umsetzung! Die Bilder sind dir sehr gelungen und auch die Tipps sind sehr hilfreich. Muss ich unbedingt mal drauf achten!:) Vielen Dank dafür! Ich benutze immer sehr gerne die Glamour Doll Mascara von Catrice in Waterproof. Sie ist wasserfest und hat eher eine trockenere Konsistenz und eine Gummi-Bürste. Hast du damit schon Erfahrungen gemacht?
    Dein Blog Design ist auch echt toll!

    Alles Liebe
    Hanna

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    • beautyhippie
      beautyhippie says:

      Ui, danke dir für die netten Worte <3
      Ja, die wasserfeste Glamour Doll Mascara von Catrice kenne und liebe ich! Und wenn ich recht überlege, habe ich sie wirklich immer sehr gemocht und an sich nichts groß auszusetzen gehabt...aber wie das immer so ist, man sucht doch irgendwie immer nach einer Mascara, die ein NOCH besseres Ergebnis erzielt (oder nur ich verrücktes Huhn?!)...mmmhh...wo du so von ihr sprichst, könnte ich sie meinem Repertoire eigentlich wieder zufügen... Aaaargh :D

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    • beautyhippie
      beautyhippie says:

      :) Gerne! Ist man selbst nicht mit den einfachsten Wimpern gesegnet, probiert man ja so viel aus um irgendwie Volumen,Länge und Schwung herbei zu zaubern… Und warum seine Tipps und Tricks nicht teilen? Wer tolle Wimpern hat, findet es vielleicht interessant auch mal andere Techniken aus zu probieren (und die verschiedenen Effekte zu sehen) und wer störrische Wimpern hat findet vielleicht endlich einen Weg für sich auch etwas daraus zu machen ;)
      Liebe Grüße!

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  2. Marie | theshimmerblog
    Marie | theshimmerblog says:

    Hack 1 klingt coo, das werde ich auf jeden Fall mal so versuchen. Aber nicht unbedingt mit einer teuren Dior Mascara ( sooo viel Produkt auf dem Tuch verkrafte ich da woh nicht ) ^^
    Wieder total witzig zu lesen und die Fotos find ich auch echt gelungen :)

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    • beautyhippie
      beautyhippie says:

      Hey Marie, schön von dir auch hier zu lesen, das freut mich sehr :) Nein, mit der teuersten Mascara würde ich den ersten Hack wohl auch nicht testen hihi. Versuche doch eine wasserfeste erste Schicht, bei der du viel vom Bürstchen abnimmst und die nächste Schicht dann mit deiner Dior. Hier kannst du die Mascara auch mal nur leicht über´s Zewa rollen statt wirklich abzuwischen. Dann kommt der „Überschuss“, den man wirklich nicht braucht runter und du wirst sicher sehen, dass es schon einen Unterschied macht :) Ooooder du wischt nur mal den Überschuss an der Spitze des Bürstchens ab – bringt meist auch schon was ;)

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  3. Julia
    Julia says:

    10 Schichten xD? Alter Falter meine Liebe. Ich bin schockiert. Ein Foto von den fertig getuschten Wimpern ohne Finger dazwischen hätte ich noch cool gefunden.
    Ich finde das ja immer beeindruckend, wie viele keline Tricks es so gibt. Ich mag eher diese nassen, matschigen Wimperntuschen. Schön auf die Wasserlinie pressen und dann in die Wimpern schmieren. Ich geb ja zu, ein bisschen Sauerrei ist es schon ;) Aber es geht schnell.

    Auf jeden Fall danke für deine Hacks. Die sind immer richtig klasse

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    • beautyhippie
      beautyhippie says:

      Oh, danke für deinen lieben Kommentar, Julia! :)
      Ja, 10 Schichten sind Max. ^^ Und auch nur bei „besonderen Anlässen“, sonst habe ich da keine Zeit und auch keine Geduld für! Diese Schichten sind dann wirklich ULTRA-dünn und ich lasse sie auch nicht vollständig trocknen – lediglich die Zeit um die Mascara zu wechseln. Und „Schichten“ ist hier natürlich eine Frage der Definition :P Für mich ist eine Schicht, wirklich EINMAL den Wimpernkranz langzugehen. Wenn du zum Beispiel einfach „ganz oft“ in diesen schnellen Bewegungen deine Wimpern tuschst (auf deine Liebe für nasse Mascara gehe ich hier mal nicht ein :P), fährst du ja auch mehrmals über eine Stelle und „schichtest“… Ich probiere diese Schichterei nur „bewusster“ zu machen, weil die Wimpern dann bei mir eben nicht zusammekleben, sondern „fedrig auffächern“ :) Ich hoffe das war verständlich :D Alltäglich mache ich natürlich nur so 4-5 Schichten (bei denen ich dann nicht so sehr auf die Dicke/Dünnheit der Schicht achte).
      Bezüglich eines Vorher/Nachher Fotos gebe ich dir Recht… aber ich will ehrlich sein: diese Fotos von mir so „close up“ sind etwas total Neues für mich und recht ungewohnt. Bei solchen Aufnahmen fühle ich mich einfach noch sehr unwohl, was nicht zuletzt auch damit zusammenhängt, dass ich schiele (ich trage ja sonst Brille :P). Auf solchen Fotos ist es schwer zu „verstecken“, dass ein Auge mal „wegflutscht“ und in eine andere Richtung schaut. Und „so weit“ bin ich momentan einfach noch nicht. Dieses „mein Gesicht so nah in der Öffentlichkeit zeigen“ ist wie gesagt etwas Neues, wo ich gerade hinein wachse :) (dieser Post ist mein erster Schritt YAAY!
      Ich werde mal schauen ob ich da die Tage vielleicht was vernünftiges und in meinen Augen (haha!) zeitbares fotografiert bekomme! <3

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